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Zum Fasching: der Wanderer von 1336 bis heute

700 Jahre Bergmode: unser Tipp für ein Kostüm der etwas anderen Art

26. April 1336. Der Tag, an dem das Bergsteigen erfunden wurde. Denn an jenem geschichtsträchtigen Tag bestieg mit Francesco Petrarca erstmals ein Mensch den Gipfel eines Berges einfach nur aus Jux und Tollerei. Der Alpinismus war geboren. In den darauffolgenden 682 Jahren (1336 + 682 = 2018) folgte eine beeindruckende Entwicklung – besonders in Hinblick auf Mode und Ausrüstung. Vielleicht können wir Sie mit der folgenden Zeitreise zum ein oder anderen kreativen Faschingskostüm inspirieren. Wir präsentieren: 

 

 

Der Bergsteiger anno 1336: Modell Mont Ventoux
Was Petrarca bei der ersten „touristischen“ Bergbesteigung der Menschheit getragen hat, ist heute freilich schwer nachzuvollziehen. Er beschrieb lediglich, dass er auf halbem Wege alles zurückließ, „was irgend an Kleidungsstücken hinderlich sein könnte“. Kein Wunder, Fresken und Gemälde zeigen ihn auch stets mit einer üppigen Kutte, einem Lorbeerkranz und einer Art Kopftuch. Nicht gerade die bequemste Bekleidung zum Bergsteigen. Aber das Buch der Bekenntnisse des Augustus hatte er stets dabei, auch am Gipfel. Unser Fazit: Vermutlich trug der Bergsteiger anno 1336 nicht viel mehr als mittelalterliche Unterwäsche.

 

 

Der Wanderer anno 1800: Modell Großglockner
Am 28. Juli 1800 wurde erstmals der höchste Berg Österreichs, der Großglockner, bestiegen. Zu jener Zeit bestimmte Napoleon das modische Geschehen: Männer trugen dunkle Stoffe aus Leinen und Baumwolle, zumeist Beinkleider mit Hosenträgern und einen zweireihig geknöpften Frack. Zum Besteigen des Großglockners dürften die Herren mit einem Leinenhemd und einem langen, schwarzen Umhang bekleidet gewesen sein. Als Ausrüstung dienten ein langer Wanderstock, etwa kinnhoch, und ein Seil. Für jene Zeit typisch, durfte ein Zylinder oder Hut auch beim Bergsteigen nicht fehlen.

 

 

Der Wanderer anno 1889: Modell Kilimandscharo
Zur Erstbesteigung des Kilimandscharos am 6. Oktober 1886 trug der mitteleuropäische Bergsteiger von Welt warme Wollkleidung, vermutlich in Form einer Dreiviertelhose mit Stutzen, Wollhandschuhe, stark genagelte Bergschuhe und Schneebrillen. Die Ausrüstung, darunter Eispickel, Seil, photographischer Apparat, Kompasse, ein Schlafsack aus Schaffell und vieles mehr wurden in Rucksäcken transportiert. Trotz „Gletschersalbe” und Schneebrille fassten die Erstbesteiger einen starken Sonnenbrand aus und berichteten von sich ablösender Haut im Gesicht. Das heißt: bei diesem Outfit die rote Gesichtsfarbe nicht vergessen.

 

 

Der Wanderer anno 1953: Modell Mount Everest

Nach unzähligen Versuchen wurde der höchste Berg der Erde am 29. Mai 1953 endlich bestiegen. Dem Zufall wurde dabei nichts überlassen. 13 Tonnen Ausrüstung brachte die Expeditionscrew mit, darunter auch Granatwerfer zum Lawinensprengen (bitte zu Fasching lieber zu Hause lassen!). Zum Pflichtbestandteil dieses Kostüms zählen große Gletscherbrillen und die berühmten Sauerstoffmasken. Die damaligen Jacken erinnern stark an die heutigen Windbreaker, eine Art Kombination aus Jacke und Pulli. Die „Skihosen“, die man damals eher im „baggy“ Style trug, wurden in dicke fette „Moonboots“ gesteckt. Fotos zeigen Edmund Hillary mit Karohemd und Wollpulli unter seiner Jacke – das ist doch mal ein dankbares Faschingskostüm.

 

 

Der Wanderer heute
Den Wanderer von heute zu imitieren ist nicht schwer. Dazu braucht es lediglich Wanderschuhe, Wandersocken, Wanderhose, Wanderhemd, Wanderstrickjacke, Wanderregenjacke, Wanderrucksack und Wanderstöcke, natürlich alles perfekt aufeinander abgestimmt. Inspiration finden Sie in allen Online-Shops oder im Sportgeschäft Ihres Vertrauens. Der Vorteil hierbei: wer so feiert, kann am nächsten Morgen sogleich zur nächsten (Winter-) Wanderung aufbrechen.


Wir wünschen viel Spaß beim Verkleiden und Feiern!

 

Bildnachweis:
Edmund Hillary and Tenzing Norgay.jpg von Jamling Tenzing unter GFDLCC BY-SA 3.0 2.5 2.0 1.0